Tanzen!

Andi und Annabelle 06 2014_Gaeste+Stimmung_Copyright_004

Tanzen gehört zum Feiern wie Sahne zur Hochzeitstorte, Blumen zur Deko und mindestens ein betrunkener Gast zu einer gelungenen Hochzeitsparty. Da ich selbst einige Jahre lang Paartanz betrieben habe (Olé!), werde ich immer mal wieder von Freunden und Bekannten gefragt, ob ich nicht einen kleinen Tanzkurs geben könnte. So eben, dass es reicht, um sich auf der nächsten Hochzeit auf dem Parkett hin und her zu schieben. Deshalb gibt es heute einige Tipps für den „perfekten Hochzeitstanz“… Ihr dürft gespannt sein.

 

TIPP #1: Den perfekten Hochzeitstanz gibt es nicht.

Zu allererst: Den perfekten Hochzeitstanz gibt es nicht, es sei denn, Ihr seid Profitänzer. Aber wer will denn nach dem Eröffnungswalzer aussehen, als hätte er gerade eine Stunde Hochleistungssport gemacht? Eben. Also selbst für Profitänzer: den perfekten Hochzeitstanz gibt es nicht. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass die meisten Schwierigkeiten dann auftreten, wenn einer der Partner sehr gut tanzen kann und der andere… eben nicht. Das ist auch völlig in Ordnung, nur die wenigsten Menschen finden Paartanz mehr als einen Abend lang spannend und als Hobby schon gar nicht. Mein Tipp für Euch deshalb: Versucht nicht das Unmögliche. Macht Euch keinen Stress. Es geht bei der Hochzeit nicht darum, wie gut Ihr zusammen beim ersten Tanz ausseht (solange Ihr Euch nicht wie Trampel ständig gegenseitig auf den Füßen steht). Geht es locker an! Und vergesst nicht: Ihr seid ein Team. In guten und in schlechten Songs…

 

TIPP #2: Disco, ChaCha & der Blues.

Der klassische Eröffnungstanz ist ein Walzer. Meiner Meinung nach völlig überschätzt. Denn für einen schönen Wiener Walzer fehlen oft sowohl Talent als auch Platz. Stattdessen gibt’s dann den langsamen Walzer und weil der Takt nicht sonderlich leicht zu tanzen ist für Anfänger, bleibt es meist beim unbeholfenen Bierkasten-Walzer. Auch hier gilt wieder: Nicht sonderlich schön und nicht tauglich dafür, einen ganzen Abend gemeinsam zu tanzen. Meist läuft an einer Hochzeit nur ein einziger Walzer – zur Eröffnung nämlich. Ich finde es geschickter, zwei, drei Tänze zu lernen, die Ihr den ganzen Abend über tanzen könnt und somit Spaß an der Sache habt. DiscoFox und ChaCha sind beides flotte Tänze, die man auf viele Lieder tanzen kann (ich selber tanze am liebsten „ChaCha auf alles“). Beim ChaCha geht es dann noch um einen schönen Hüftschwung, was viel Spaß macht und einfach ein sinnlicher Tanz ist. Perfekt für Frischvermählte! Abgerundet mit einem langsamen Tanz ist Euer Programm vollständig. Statt der Rumba, die ich auch sehr liebe, empfehle ich Euch eine Variante des „Schmuseblues“ auszuprobieren. Das ist kein offizieller Tanz, aber soooo schöööööön! Wenn Ihr das mit einigen Figuren abrundet, sieht es nicht nur gut aus, sondern macht auch Spaß. Damit kommen wir zur…

 

TIPP #3: Gut aussehen & Spaß machen.

Meiner Meinung nach geht es beim Tanzen um 2 Dinge: Es soll gut aussehen und Spaß machen. Meist in dieser Reihenfolge. Viele Männer (und auch Frauen) tanzen deshalb ungern, weil sie glauben, dass sie auf der Tanzfläche doof aussehen. Deshalb: Üben, üben, üben. Einfache Tänze auswählen. Schöne, aber simple Schrittkombinationen für mehr Abwechslung lernen. Und Euch beim Tanzen einfach mal beobachten. Wenn Ihr auf die richtige Haltung (insbesondere der Arme!!!) achtet, macht Ihr quasi automatisch eine gute Figur. Ein guter Tanzlehrer kann Euch außerdem Tipps geben, wie Ihr Eure Haltung verbessert. Wenn es erst einmal gut aussieht, wird es sich wahrscheinlich auch gut anfühlen und dann kommt auch der Spaß.

 

TIPP #4: Aufgetrumpft!

Denkt immer daran: Ihr seid ein Team. Also solltet Ihr Euch auch als Team ein paar „Waffen“ zulegen, um alle anderen Paare neidisch zu machen. Was meine ich damit? Mit ein bisschen Übung kann jeder das Tanzen lernen. Je nach Eurem persönlichen Fortschritt erlernt Ihr dann die verschiedenen Figuren, die dafür sorgen, dass der Tanz abwechslungsreich und einfach toll aussieht. Aber mit ein paar kleinen Tricks, einigen besonderen, aber leicht zu erlernenden Figuren schafft Ihr es auch so, eine spannende Choreographie auf die Beine zu stellen. In meinen Tanzkursen gibt es zum Beispiel häufig eine leichte Choreographie zu „Time of my Life“ – dem Klassiker aus Dirty Dancing, der eigentlich auf jeder Fete gespielt wird. Einfach ein paar Elemente aus dem Original abwandeln, lernen und schon seid Ihr der Mittelpunkt der Party. Besonders am Anfang und am Ende gibt es einige typische Figuren, die sich leicht erlernen lassen. Genauso gut könnt Ihr natürlich auch Euer Lieblingslied auswählen und eine Chores dazu erstellen – oder von einem Tanzlehrer erstellen lassen. Es lohnt sich!

 

TIPP #5: Auf die Playlist kommt es an.

Ein letzter Tipp, den Ihr bei der Auswahl und dem Briefing Eures DJs beachtet solltet: Eine Party ist immer nur so gut wie die Playlist, auf die getanzt wird. Die meisten DJs (besonders Hochzeits-DJs) freuen sich, wenn Ihr Ihnen einige Lieder an die Hand gebt, die Ihr gerne hören würdet. Und auch die, die auf keinen Fall gespielt werden sollen. Es ist auch immer schön, die Gäste im Vorfeld zu fragen, welche Musik sie gut fänden. Natürlich geht es darum, dass EUCH die Party gefällt – aber ganz ehrlich: Wenn niemand außer Euch auf der Tanzfläche ist, habt Ihr auch nichts davon. Genauso solltet Ihr auch das Lied für Euren Hochzeitstanz sorgfältig auswählen: Es sollte leicht zu tanzen sein und gut ins Ohr gehen. Außerdem muss es Euch entsprechen. Ich bin großer Fan von „L.O.V.E.“, aber wenn Ihr ein supermodernes Paar seid, das total auf elektronische Musik abfährt, ist das sicherlich nicht das Richtige für Euch. Oder Ihr steht auf Schlager oder auf die wilden 90er? Dann sucht Euch da ein passendes Lied aus. Es wird Euch Euer restliches Leben begleiten.