Hochzeitsmotto: Märchenhochzeit

Andi und Annabelle 06 2014_Emotion_Copyright_003

Im Mai habe ich Euch schon von Nina und Chris berichtet, die im Hotel Dolce Bad Nauheim heiraten werden mittlerweile geheiratet haben. Das Besondere dabei ist sicherlich ihr Hochzeitsmotto: Märchenhochzeit in Schwarz-Weiß. Das Jugendstilhotel bietet dafür den perfekten Rahmen. Noch spannender ist aber, was innerhalb dieses Rahmens passiert :-)

Obwohl beide sehr detailverliebt und verspielt sind, haben es ihnen die Farben Schwarz und Weiß angetan. Statt Mädchenrosa und Apricot ist alles in Schwarz, Weiß und den Zwischentönen gehalten. Chris, der als Grafiker arbeitet, liebt diese Kombinationen. Für ihn liegt darin mehr Ausdrucksstärke als in bunten Bildern. Auch Nina liebt diese Entfärbung – und sie provoziert gerne. Vielleicht ist das der Grund, weshalb sie sich für ein schwarzes Brautkleid entschieden hat. Opulent und mit kleinen Glitzerdetails ausgestattet sieht sie aus wie eine Tänzerin aus dem Schwanensee. Übrigens ihr Lieblingsballett.

Aber nicht nur Kleid und Location spiegeln das Hochzeitsmotto wider… auch die Zeremonie greift das Thema auf! Nina und Chris haben sich gewünscht, dass ich ihre Geschichte als Märchen vortrage. Gar nicht mal so einfach – vor allem wenn die typischen Elemente eines Märchens fehlen. Keine böse Stiefmutter, kein großes Drama, keine Läuterung – eigentlich sind alle glücklich im Nina-und-Chris-Land. Wie ich es trotzdem versucht habe, könnt Ihr hier nachlesen. Viel Spaß dabei :-)

Es war einmal eine kleine Ballerina. Sie besaß alles, was man sich nur wünschen konnte: Eltern, die sie liebten, eine wunderschöne Wohnung und einen Job, der sie sehr glücklich machte. Und obwohl sie tatsächlich ein sehr zufriedenes Leben führte, hatte sie immer das Gefühl, etwas würde noch fehlen. Die kleine Ballerina tanzte für ihr Leben gerne – und am meisten liebte sie den Schwanensee. Eines Tages hatte sie genug vom klassischen Ballett und zog aus in die Welt, um ihr Glück zu suchen.

Schließlich kam sie an ein wunderliches Schloss – in einem großen Saal stand allerlei seltsames Gerät und die Menschen, die sich hier versammelt hatten, gingen seltsame Runden um diese Gerätschaften herum und kamen dabei tüchtig ins Schwitzen. „Was ist das nur für ein seltsamer Ort?“, fragte sich die kleine Ballerina. Da kam einer der Menschen auf sie zu und erklärte: „Diesen Ort nennt man ein Fitnessstudio, kleine Ballerina. Viele Menschen kommen hierher, um ihren Körper zu trainieren.“ Training, das kannte die kleine Ballerina vom Tanzen. Aber sie sah keine anderen Tänzer, darum fragte sie: „Sag, Fremder, gibt es hier auch andere Tänzer?“ Der Fremde lachte nur und antwortete: „Nun, eine andere Ballerina wirst Du nur schwerlich finden, aber vielleicht findest Du ja stattdessen einen Traumprinzen. Traumtänzer gibt es hier sicherlich. Hast Du Lust, einen neuen Tanz zu lernen?“ Und weil sie schon einmal da war und sie ja schließlich in der weiten Welt ihr Glück suchen wollte, sagte die kleine Ballerina Ja.

Und so lernte die kleine Ballerina andere Tänze aus der ganzen Welt kennen. Besonders die rhythmischen Klänge aus dem fernen Südamerika hatten es ihr angetan – sie tanzte und wiegte ihre Hüften zum Klang der Musik. Es machte ihr so viel Spaß, dass sie beschloss, auch am heiligen Sonntag ins Fitnessstudio zu gehen, um dort Zumba zu tanzen. Sie packte ihre Sporttasche, ging in den Tanzsaal und wartete auf den Trainer. Als sie sich gerade die Tanzschuhe zuschnürte, trat ER durch die Tür: ein gutaussehender Jüngling mit braunem Haar – und einem Wahnsinnshüftschwung.

Zunächst wusste die kleine Ballerina gar nicht, wen sie da getroffen hatte. Der Jüngling war sehr nett und hin und wieder unterhielten sie sich. Aber zunächst waren sie nur so etwas wie… Freunde. Nach einer Weile begannen sie sich Briefe zu schreiben und freuten sich über jede elektrische Brieftaube. Sie sprachen über alles, was ihnen in den Sinn kam: Die kleine Ballerina verriet dem Jüngling, wo er die schönsten Möbel finden könnte, und der schöne Jüngling richtete sich komplett neu ein. Schließlich nahm sich die kleine Ballerina ein Herz und fragte, ob sie nicht gemeinsam einmal Essen gehen wollten. Der Jüngling führte sie aus in ein edles Restaurant und als der Koch die beiden spät nachts schließlich aus der Stube kehrte, spazierten sie noch lange mit dem Regenschirm durch die Stadt.

Als sie sich fünf Tage später wiedersahen, war es bereits um die beiden geschehen: Die kleine Ballerina hatte ihr Herz verschenkt und der schöne Jüngling konnte sein Glück nicht fassen.

Aber – ach weh – es sollte doch noch einmal schwer werden. Denn die kleine Ballerina hatte in ihrem Übermut eine Reise ins weit, weit entferne Afrika gebucht und so mussten sich die Liebenden für 3 lange Wochen trennen. Denn obgleich sie sich noch nicht lange kannten: Noch nie war den beiden ein Abschied so schwer gefallen. Und als die kleine Ballerina vier Tage ohne Empfang auf Abenteuertour in der Wildnis war… da grämte sich der schöne Jüngling gar sehr. Doch in der restlichen Zeit schrieben sie sich viel und beteuerten ihre Liebe. Sie schrieben sich sogar so viel, dass der Brieftauben-Kurzdienst-Service ganze 330 Goldtaler von der kleinen Ballerina verlangte für die weiten Strecken. Aber das war ihr ihr Jüngling wert.

Zurück in der Heimat unternahmen der Jüngling und seine Ballerina sehr viel gemeinsam – unvergesslich blieb der Besuch der Kunstmesse documenta und auch die vielen anderen Museen bereiteten den beiden viel Vergnügen. Bereits nach 6 Wochen fragte der Jüngling seine Liebste, ob sie sich vorstellen könnte, mit ihm zusammen zu leben. Es dauerte nicht lange und der Jüngling zog bei der kleinen Ballerina ein. Einige Monate gingen ins Land und die beiden waren das glücklichste Paar weit und breit.

Das Abenteuer und das Fernweh rief die zwei und so flogen sie für 5 Tage ins schöne Schweden, nach Stockholm, um dort den Jahreswechsel zu feiern. Und am vorletzten Tag des Jahres, als die kleine Ballerina und der schöne Jüngling schon seit einem halben Jahr ineinander verliebt waren, da nahm er all seinen Mut zusammen und fragte die kleine Ballerina, ob sie seine Frau werden wolle. Und die kleine Ballerina sagte JA…

Und sie lebten glücklich und vergnügt bis… zu ihrem Hochzeitstag. Und der ist heute. Denn heute endlich endet das Märchen von der kleinen Ballerina und ihrem schönen Jüngling und die wahre Liebesgeschichte von Euch, liebe Nina und lieber Chris, wird endlich Wirklichkeit.

Märchen enden immer mit einem Happy End und einem „Wenn sie nicht gestorben sind…“. Aber die Liebe kennt kein Ende und keinen Anfang. Eure Liebe, da seid Ihr Euch sicher, wird Raum und Zeit überdauern. Und wenn Ihr Euch auch eine Märchenhochzeit wie diese hier wünscht, so ist ein Warten auf das glückliche Ende nichts für Euch. Vielmehr freut Ihr Euch auf den Anfang Eurer gemeinsamen Ehe. Heute beginnt, was vor etwa einem Jahr seinen Anfang genommen hat. Ihr habt beschlossen, Euer Leben gemeinsam zu verbringen und jeden Tag zum glücklichsten und abenteuerreichsten Eures Lebens zu machen…