Das Kennenlernen: Denise & Manuel.

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Denise und Manuel kommen von weit her. Knapp 200km und 2 1/2 Autostunden trennen uns. Also verabreden wir uns zum Erstgespräch auf halber Strecke zum Frühstücken in Mainz. Die beiden sind mir sofort sympathisch: Es wird gelacht, es wird geplaudert und wir nehmen kein Blatt vor den Mund. Es ist fast, als würden wir uns schon seit Jahren kennen.

So lange kennen sich tatsächlich Nisi und Mau, wie sie sich gegenseitig nennen (auch ihre Freunde nennen sie so, wie ich später erfahre). Die beiden kennen sich ihr halbes Leben lang, aber bis sie ein Paar wurden, ging noch einige Zeit ins Lande. „Wir haben das Feld einfach von hinten aufgerollt“, erzählt Denise schmunzelnd. Denn sie lebten schon seit ein paar Jahren als WG-Freunde und verbrachten ihren Alltag zusammen, bevor es schließlich funkte. Und jetzt wird die Hochzeit geplant.

Die standesamtliche Trauung haben die beiden dabei schon hinter sich gebracht. Denn eigentlich geht der Hochzeit der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind voraus. Als sich im Herbst letzten Jahres herausstellte, dass es zur Erfüllung dieses Wunsches ein wenig medizinische Unterstützung benötigen wurde, haben die beiden beschlossen, zu heiraten. Denn volle finanzielle Unterstützung der Krankenkasse gibt es nur für Verheiratete. Also wurde standesamtliche Trauung und großes Fest kurzerhand getrennt. „Und wer weiß, vielleicht bin ich bei der Hochzeit dann ja schon schwanger“, zwinkert Denise mir zu. Dass es tatsächlich so sein würde, damit hat sie wahrscheinlich nicht gerechnet. Aber schon der erste Versuch verhalf diesen beiden Lieblingsmenschen zu ihrem Glück.

Statt über Trauzeremonien und Hochzeitsplanungen zu sprechen, plaudern wir über Gott und die Welt (und natürlich vor allem über Denise und Manuel als Paar, da blieb ich hart) – und ruckzuck waren 2 1/2 Stunden wie im Flug vergangen. Wir verstanden uns einfach zu gut. Vielleicht hat uns auch das sehr, sehr lange Warten am Waffeleisen aneinander geschweißt (liebe Café-Besitzer: selbstgemachte Waffeln zum Brunch oder Frühstück anzubieten ist eine super Idee – aber bittebitte besorgt dann auch ein ordentliches Waffeleisen. Oder besser gleich 2 oder 3). Wie auch immer: Am Ende des Vormittags war klar, dass ich diese Trauung für mein Leben gerne durchführen wollte – und Nisi und Mau ging es genauso. Sehr erfrischt und voller Freude auf die nächsten Treffen gingen wir auseinander und ich war mir sicher, dass diese Trauung eine der emotionalsten in diesem Jahr werden würde.