Rückblick: So war meine Saison 2014.

Egal ob Ihr den großen Tag allein, im kleinen oder großen Kreis feiert: Der Moment, in dem Ihr nochmal JA sagt, ist genauso wichtig und unvergesslich wie beim ersten Mal. Bildquelle: Sebastian Willius, Willius Photography.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Hochzeitssaison ist seit Ende September begraben… oder doch noch nicht ganz. Aber immer schön von vorne!

Meine Saison 2014 war ziemlich kurz – denn im August habe ich selbst geheiratet und wollte nach der eigenen Hochzeit keine Braut mehr sehen. Zumindest eine Weile nicht. Und da ich selbst mitten im August geheiratet habe, heißt das: Tschüss August, tschüss September, dieses Jahr seht ihr mich nicht. Und das war ehrlich gesagt auch gut so. Ich liebe meine Arbeit wirklich sehr, aber hin und wieder möchte man sich doch ganz auf sich konzentrieren. Und ganz ehrlich: Die eigene Hochzeit ist genau so ein Moment, bei dem es nur um Euch geht. Und weil ich keiner Braut sagen wollte: Du, zwischen Anfang und Ende August möchte ich bitte von Dir nicht angerufen werden, war die Entscheidung recht einfach: keine weiteren Trauungen 2014.

Für mich hat die Saison 2014 viele unterschiedliche und ganz wundervolle Paare gebracht! Ich hatte eine Trauung am Pfingstwochenende in absoluter Hitze und nicht nur der Bräutigam hat geächzt. Es war wirklich fast unerträglich heiß… Aber das eigentlich Spannende oder wirklich Herausragende waren die Fürbitten von Freunden und Familie. Ich liebe es ja immer sehr, wenn Paare ihre Familie und Freunde einspannen, ein paar nette Worte und Wünsche während der Zeremonie zu überbringen. In der Regel sind das ein, zwei Sätze – die meisten Menschen sprechen auch nicht soooo gerne vor Publikum. Dieses Paar allerdings hat gleich sechs (!) liebe Menschen gefragt, ob sie etwas sagen wöllten, und meinte: Naja, so 4, 5 Minuten könnt Ihr schon sprechen. Und das haben die dann auch tatsächlich getan! Und es war SO SCHÖN! Die Hälfte der Trauung habe also ich gesprochen, die andere Hälfte Schwestern, Studienfreunde etc. Selten war ich so berührt von einer Trauung und selten waren sowohl Sprecher als auch Brautpaar so oft den Tränen nah. Als dann auch noch die Schwester der Braut mit ihren Kindern gemeinsam ein bretonisches Fischerlied gespielt hat, waren alle hin und weg. Unfassbar bewegend und schön!

 

Ein anderes Highlight war auch eine Trauung ganz in der Nähe von Büdingen. Besonders war es, weil ich mich mit dem Brautpaar wahnsinnig gut verstanden habe. Wir funken auf der gleichen Welle. Und so kam es, dass wir nicht nur am gleichen Ort geheiratet haben… wir haben auch von der gleichen Grafikdesignerin (aus Österreich wohlgemerkt!) unsere Einladungen fertigen lassen und die Hochzeitstorte bei den gleichen Kuchenfeen bestellt. Eine Trauung zu begleiten und gestalten, die man sich selbst für sich ganz genau so gewünscht hätte… das ist schon etwas Besonderes. Und die Vorbereitungstreffen ufern dabei IMMER aus. Immer.

Wunderschön war auch eine Trauung im Schloss in Eltville. Diese jüdisch-katholische Zeremonie fand nicht nur vor traumhafter Kulisse statt, sondern war wirklich auch ein echtes Highlight. Braut und Bräutigam hatten sich mit allem sehr viel Mühe gegeben, jedes Detail durchdacht und wurden dabei von der Familie unterstützt. Als dann erst der Bräutigam und dann die Braut von ihren Eltern nach vorne geführt wurden, musste ich auch sehr schlucken. Denn auch die Musikauswahl passte perfekt zu den beiden und so blieb auch hier kein Auge trocken.

Als kurzer Vorabschluss der Saison war ich dann noch auf dem Hochzeitskongress in Köln – und es war SO SCHÖN. So viele tolle Kollegen und Kolleginnen, viele neue Ideen… hach ja. Ich freue mich schon sehr auf die nächste Saison und viele, viele neue Projekte. Stay tuned!